Vitamin K2 und K1– Ein Stoff für eine bessere Insulinsensitivität?

Vitamin K2, ein fettlösliches Vitamin, welches gegen Arterienverkalkung helfen/vorbeugen soll und wichtig ist für unsere Knochen. Es modifiziert Proteine und ist wichtig für Kalziumtransport und Kalziumbindung im Zusammenhang mit wichtigen Proteinen. Aber für die Insulinsensitivität, also wie gut unsere Zellen auf Insulin reagieren?

Eine Studie (placebokontrolliert) zeigte, dass K2 (30 mg MK-4) als Supplement über 4 Wochen bei jungen Männern die Insulinsensitivität erhöhte über den Osteocalcinstoffwechsel (Spekulation) [1]

► ,,To summarize, we have demonstrated for the first time that vitamin K2 supplementation for 4 weeks increased insulin sensitivity in healthy young men, which seems to be related to increased cOC rather than modulation of inflammation.‘‘

► leider nur wenige Teilnehmer

► aktiviertes (carboxyliert durch K2) Osteocalcin (Peptidhormon) könnte Adipokine (Fettgewebshormone) oder entzündliche Signalwege modulieren laut Studie oder aktiviertes Osteocalcin wirkt direkt auf die Glukoseaufnahme in Muskel oder Fettgewebe

Vitamin K1 für 36 Monate verbesserte eine Insulinresistenz (geringerer HOMAR-IR) bei Männern aber nicht bei Frauen [2], die Insulinresistenz hatte eine langsamere Progression bei älteren Männern

► ,, 500 μg of phylloquinone for 36 months had a protective effect on progression of insulin resistance in older men.‘‘

► Auch hier wieder einige Theorien, so könnte die in-Vitro gezeigte antientzündliche Wirkung von Vitamin-K eine Option sein

► Effekt leider nur bei Männern, auch wenn in einer Beobachtungsstudie ein inverses Verhältnis von Vitamin-K und Insulinresistenz gefunden wurde [4]

► es ,,könnte‘‘ sein, dass Fettgewebe (besonders bei mehr Gewicht) Vitamin-K (fettlöslich) speichert und somit nicht seine Wirkung entfalten lässt (Spekulation)

► vielleicht war die Studie laut Autoren auch statistisch ,,underpowered‘‘, sodass man keinen Effekt für Vitamin-K finden konnte bei den Frauen

► auch war die Messtechnik nicht die optimale Option

Eine Review suggeriert, dass die Gabe von Vitamin K nützlich sein kann für die Blutzuckerkontrolle und in eine Therapie eingebaut werden kann [3]

► die erste Review, die die klinische Evidenz (auch präklinisch) zusammenfasst in Bezug auf Insulinresistenz-Management und Glukosetoleranz

► Mechanismen noch nicht wirklich bekannt

► Vitamin-K könnte die NF-κB-Aktivierung inhibieren und somit die Bildung von proentzündlichen Zytokinen (auch interessant für Darmerkrankungen)

► Auch hier wird die Möglichkeit besprochen, dass Osteocalcin eine Rolle spielen könnte durch Wirkung auf Beta-Zell-Funktion, Insulinsensitivität (oft Infos aus Tierversuch)

[1] Vitamin K2 supplementation improves insulin sensitivity via osteocalcin metabolism: a placebo-controlled trial. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21868771/
[2] Effect of vitamin K supplementation on insulin resistance in older men and women. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18697901/
[3] Beneficial role of vitamin K supplementation on insulin sensitivity, glucose metabolism, and the reduced risk of type 2 diabetes: A review. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27133809/
[4] Phylloquinone intake, insulin sensitivity, and glycemic status in men and women. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18614743/

 

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