Muskelkater und Muskelaufbau

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Muskelkater für Muskelaufbau sinnvoll ?
Belastungsinduzierter Muskelkater entsteht in erster Linie durch eine ungewohnte Bewegungsausführung und wird beeinflusst durch Intensität und Dauer des Trainings. Besonders der exzentrische Teil der Bewegung (Muskel verlängert sich, z.B. das Absenken beim Curl) ruft die größten Muskelschäden hervor. Die Schäden können u.a. Makromoleküle (Proteine), die Zellmembran der Muskelfaser, Bindegewebe und die kontraktilen Elemente im Muskel betreffen. Kurz gesagt, die Muskelverlängerung dehnt die kleinsten Muskeleinheiten (Sarkomere) und ist die Spannung zu hoch, kommt es zum Mikroverletzungen.

Kurzfristig kann der Muskelkater zur Leistungseinbrüchen führen. Langfristig findet aber durch die Entzündungsmechanismen im Muskel und einem erhöhten Proteinumsatz (Proteinaufbau und Proteinabbau) eine Hypertrophiereaktion statt, so die These. Aber Wissenschaftler stellen diese Ansicht in Frage und sagen, dass Muskelaufbau auch ohne Muskelkater stattfindet (siehe Fortgeschrittene). Nicht jeder Muskelkater führt zu Muskelwachstum (z.B. Muskelkater nach Massagen). Es scheint nicht ganz geklärt. Aber die Aktivierung von Satellitenzellen (Muskelstammzellen,wichtig für den Muskelaufbau) könnte ein ein Punkt für den Muskelkater sein. Eine Kraftminderung durch Muskelkater ein Minuspunkt.

Wie auch immer, die Antwort des Körpers auf Muskelschäden ist sehr interessant. Der Körper reagiert mit einer Entzündungsreaktion. Ist der Ort des Schadens entdeckt, kommen Neutrophile (Leukozyten) zu diesem Ort. Makrophagen beseitigen Zelltrümmer und produzieren Zytokine, die dann Myoblasten (Muskelbildungszellen), Makrophagen und Lymphozyten aktivieren. Der Heilungsprozesse kann gute 8 Tage dauern, auch wenn der Schmerz nach 3 Tagen abgeklungen ist.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22344059

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