Hochfrequenztraining – Wenn Wissenschaft sich selber korrigiert in Bezug auf die Proteinsynthese

Mixed Proteinsynthese Vs. myofibrilläre Proteinsynthese, ein Thema, das Wissenschaftler James Krieger in seinem Podcast anspricht und auch beim Kollegen von Gain With Science (Facebook) wurde das Thema der Proteinsynthese angesprochen (https://www.facebook.com/gainwithscience/posts/1704520186531824)

Das Konzept des Hochfrequenztrainings (hohe Trainingshäufigkeit von 5 bis 7-mal Training für Muskelgruppen in der Woche z.B.) basiert auf Beobachtungen der Proteinsynthese (Bau neuer Proteine, auch Muskelmasse), die nach dem Training angeworfen wird.

Trainierte Personen sollen diesen Prozesse ebenso schnell anwerfen wie weniger trainierte Personen nach dem Training aber der Prozess soll (Proteinsynthese) soll hier weniger lange andauern als bei weniger gut trainierten Athlen. Man nahm also an, dass man bei Trainierten früher wieder den Reiz Training für die Maschinerie Proteinsynthese (Bau von Muskelgewebe) anwerfen muss und somit wären auch mehr Trainingseinheit sinnvoll, die immer wieder die schneller absinkendere Proteinsynthese bei besser trainierten Athleten anwirft.

Aber Wissenschaft korrigiert sich selber. Es gibt mehrere Arten dieser wichtigen Proteinsynthese und nicht jede hat direkt was mit Muskelwachstum zu tun. Die Studien, die bei Athleten die Proteinsynthesen gemessen haben, haben oft die sogenannte ,,mixed muscle proteinsynthesis‘‘, die gemischte Proteinsynthese im Muskel gemessen und da geht es nicht unbedingt um Muskelgewebe, was zu Wachstum beiträgt, sondern auch um andere Proteine, u.a. Zellkraftwerke und andere zelluläre Proteine.

Wichtig wäre aber die myofibrilläre Proteinsynthese (wichtige für kontraktike Gewebe) gewesen, wenn es um den Muskelaufbau geht und Masse und die Frage, ob mehrere Einheiten besser sind für erfahrene Athleten. Man hat also vereinfacht zwar die Proteinsynthese gemessen aber nicht die Art, die man messen sollte.

Die Länge der wichtige Proteinsynthese ist also bei Trainierten und Untrainierten eher gleich, nur die ,,Spikes‘‘, die Höhen unterscheiden sich. Das setzt ein Fragezeichen hinter das Hochfrequenztraining, auch wenn man es als Overload-Werkzeug nutzen kann, z.B. um das Volumen zu erhöhen.

In einer Arbeit heißt es dazu:

,,It is also important to note, mainly when differences in
training status are considered [28], that some protocols
involve measurement of mixed MPS (which includes all
cellular proteins), whereas others measure myofibrillar
protein synthesis (MyoPS) [i.e. the rate of synthesis of the
contractile proteins that comprise *60 % of total muscle
proteins], and the subfractional synthetic rates are not in
complete agreement [17, 32]‘‘

Manche Protokolle haben also die gemixte Proteinsynthese gemessen (alle zellulären Proteine) und andere die myofibrilläre Proteinsynthese

Und auch interessant schreibt man in dieser Review weiter:
,,Plainly, the response of MyoPS is more relevant
than mixed MPS, as myofibrillar proteins are the contractile
proteins and may relate to the hypertrophic and functional
outcomes that are most relevant to RT.‘‘

Die myofibrilläre Proteinsyntheseantwort ist relevanter als die gemischte Proteinsynthese, da die myofibrillären Proteine die kontraktilen Proteine sind und eher verbunden sind mit der Hypertrophieantwort.

A review of resistance training-induced changes in skeletal muscle protein synthesis and their contribution to hypertrophy.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25739559

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