Getreide: Aber Proteaseinhibitoren sind doch schlecht! Nie wieder Haferflocken und Co

Nun, wer sich mit Getreide/Vollkorn und den Studien beschäftigt, der sieht, dass Getreide im Gesamtbild gesunde Eigenschaften hat. Das Totschlagargument ist dann, dass es aber doch diese Proteaseinhibitoren beinhaltet. Nehmen wir z.B. Haferflocken, die 4 von 5 Nährstoffen besitzen, die unsere antioxidativen Enzyme brauchen > Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink – nehmen wir noch die Paranuss dazu haben wir mit Selen alle 5, die wir brauchen im Müsli. Not too bad!

Aber kommen wir zu den Proteaseinhibitoren. Es gibt in vielen Lebensmitteln potenzielle Dinge, die isoliert schlecht sein ,,könnten” aber oft überwiegen die Vorteile von bestimmten Produkten die Nachteile oder die Mengen sind zu gering, um Schaden im gesunden Körper anzurichten oder es sind In-Vitro-Studien (im Labor und nicht im Menschen).

Hier man ein interessanter Satz: ,, Protease inhibitors, phytic acid, phenolic acids, and saponins present in whole grain have also been suggested to lower the risk of certain cancers, such as colon cancer and breast cancer. Phytic acid, lectins, phenolic acids, amylase inhibitors, and saponins have also been shown to lower plasma glucose, insulin, and/or plasma cholesterol and TG levels (23).‘

Die Proteaseinhibitoren, Phytinsäure und Saponine in Vollkorn könnten das Risiko für Krebsarten (z.B. Brustkebs) senken. Hier ist es auch nicht eindeutig, da oft Tierversuche oder auch In-vitro-Studien, klar, aber es gibt immer zwei Seiten. Und wenn ich lese, Getreide ist böse, dann ist das einfach nicht wahr oder nicht objektiv.

Auszug der Arbeit ,, Whole grains and human health‘‘: Whole grains also contain several antinutrients, such as protease inhibitors, phytic acid, phenolics and saponins, which until recently were thought to have only negative nutritional consequences. Some of these antinutrient compounds may act as cancer inhibitors by preventing the formation of carcinogens and by blocking the interaction of carcinogens with cells. Other potential mechanisms linking whole grains to a reduced cancer risk include large-bowel effects, antioxidants, alterations in blood glucose levels, weight loss, hormonal effects, and the influence of numerous biologically active compounds.

Also es gibt die Möglichkeit, dass die Antinährstoffe krebspräventiv wirken, indem sie die Formation von Karzinogenen verhindern oder ihre Interaktion mit Zellen. Schaut man sich die randomisierten Kontrollstudien an über Getreide oder die observierenden Daten, dann gibt es meist ein Vorteil für die Gesundheit oder neutrale Effekte.

Also wenn dein Keto-Paleo-I-Hate-Carb-Gluten-Is-Killing-Blog wieder full potatoe geht, dann kann man sich daran erinnern, dass es oft nicht Schwarz oder Weiß ist.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3078018/

 

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