Fat-Adapted sein und Low-Carb-Wissenschaft

Keto-Adaption braucht doch länger sagen sie: Low-Carb nicht überlegen z.T. in Diätvergleichen, da man lange braucht, damit Körper sich an Ketose anpasst?

Die Tage habe ich ein Video gesehen, in dem es heißt, dass so manche Studie (z.B. von Kevin Hall), in der man sehr kohlenhydratreduzierte Diäten mit kohlenhydratreichen Diäten vergleicht, nicht sinnvoll wäre, da man für den wirklichen Low-Carb-Vorteil länger braucht, damit der Benefit auftritt. Immer würde man mehr Zeit brauchen. Der Körper würde eine gewisse Zeit brauchen für eine Anpassung.

Ich muss nicht erwähnen, dass es längere Studien gibt von Hall, nicht nur die eine über 6 Tage. Nun, wähle deine Ernährung nach Vorliebe, Hauptsache genug Proteine und eine gute Umsetzbarkeit für dich, gepaart mit einer hohen Lebensmittelqualität.

Aber braucht der Mensch wirklich lange für eine Anpassung? Erhöhte Lipolyse oder Anpassungen an Ketonkörpergebrauch? Angepasste Oxidation?
Schon James Krieger erwähnte, dass das ,,Sie-Waren-Aber-Doch-Nicht-Fett-adaptiert-Beispiel” oft nicht genau definiert, was die Menschen damit eigentlich meinen.

In einer Studie von Hall mit dem Namen ,,Calorie for calorie, dietary fat restriction results in more body fat loss than carbohydrate restriction in people with obesity‘‘, in der man Low-Carb und Low-Fat in den Wettkampf schickte, beobachtete man sehr schnell eine erhöhte Fettoxidation (Tage) unter Low-Carb, auch wenn hier kein Vorteil für Fettweg bestand in diesem Zeitraum:

,,Net fat oxidation increased substantially during the RC diet and reached a plateau after several days…‘‘

Also keine Wochen hier. Die Lipolyse (Fettfreisetzung), so Hall, steigert sich massiv schon sehr schnell und maximiert sich in weniger Tagen (Low-Carb, Fasten). Fettmobilisation braucht also nicht sehr lange. Ist aber auch nicht alles!

Wie ist es mit Ketonkörpern?
Hier gab es einen Austausch von Kevin Hall und einem Kritiker, nämlich Davind Ludwig. Hall schreibt hier: ,,Both adipose lipolysis (Bortz WM, 1972) and hepatic ketone production (Balasse EO, 1989) reach a maximum within 1 week as demonstrated by isotopic tracer data. Therefore, rising blood ketone concentrations after 1 week must be explained by a reduced rate of removal from the blood. Indeed, muscle ketone oxidation decreases after 1 week of starvation and, along with decreased overall energy expenditure, the reduction in ketone oxidation results in rising blood concentrations and increased urinary excretion (page 144-152 of Burstztein S, et al.‘‘

Also wieder, dass die Lipolyse (Fettfreisetzung) flott geht (Maximum) und auch die Ketonkörperproduktion der Leber ein Maximum innerhalb von einer Woche erreicht. Die erhöhte Konzentration an Ketonkörpern im Blut nach einer Woche müsste durch eine reduzierte Entfernung der Ketonkörper aus dem Blut erklärt werden, da die Oxidation via Muskel auch reduziert wird nach einer Anpassung. Gehirn bekommt dann gerne Ketone.

Es braucht also nicht Wochen, der Körper ist effizienter als wir denken wahrscheinlich.

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